DER HANDWERKER
mawis | Mathias Scherer
Ein Name. Zwei Großväter. Ein Unternehmen.
Woher der Name kommt.
MAWIS steht für Matthias Wilfried Scherer. Das bin ich — und das sind die Vornamen meiner beiden Großväter Wilhelm und Friedrich, zusammengezogen zu Wilfried. Ein kleines Familienerbe als Markenname. Ich finde das passt: Ich baue Dinge, die bleiben.
Wie es angefangen hat.
Ich habe Fahrräder immer geliebt — und irgendwann Rennen gefahren. Als ich aufhören wollte, wollte ich mir zum Abschied ein Titanrad bestellen. Das hat ewig gedauert. Und war dann nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Ich habe gesagt: Bevor der das fertig hat, bau ich das selbst. Das war vor über 15 Jahren. Seitdem baut mawis bikes Fahrräder.
Vorher habe ich in der Produktentwicklung der motorisierten Zweiradbranche gearbeitet. Das Handwerk hat mich schon immer interessiert. Die Frage, wie Dinge gemacht werden. Warum manche halten und andere nicht.
Warum das Fahrrad.
Ich habe mal eine Statistik gesehen: Welches Lebewesen setzt im Verhältnis zu seinem Körpergewicht am effizientesten Energie in Bewegung um? Ganz oben: Zugvögel. Dann kommen Wölfe. Und irgendwo weit abgeschlagen der Mensch — bis man ihn aufs Fahrrad setzt. Dann rückt er auf einmal auf Platz eins vor.
Das finde ich noch immer unglaublich: Eine vergleichsweise einfache Maschine optimiert den suboptimalen Organismus Mensch so weit, dass er mit Zugvögeln mithalten kann. Ich bin vor zwei Wochen in drei Tagen 810 km ans Meer gefahren. Zu Fuß: unmöglich. Auf dem Rad: ein Wochenende.
Wie ich arbeite.
Ich sitze alleine in meiner Werkstatt in Kleinblittersdorf. Manchmal mit Musik. Manchmal in Stille. Ich baue einen Rahmen nach dem anderen. Dabei guckt man lange auf die Dinge — und dann sieht man, was nicht stimmt. Das ist vielleicht das Handwerk: Nicht aufhören, bis es passt.
Manchmal schicke ich Rahmen nach Neuseeland. Das finde ich immer noch schön.
“Wenn du ganz lange auf etwas draufschaust, merkst du, dass es nicht perfekt ist. Aber du machst weiter. Das ist vielleicht das Handwerk."”
Mathias Scherermawis Bikes